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Die Benediktinerinnenabtei Herzebrock

Zu den ältesten Klöstern in Westfalen zählt das nach 860 gegründete Stift Herzebrock, eine Gründung einer altsächsischen Adelsfamilie. Bereits 100 Jahre nach seiner Gründung erhielt das Stift durch Kaiser Otto II. Immunität und Gerichtsbarkeit. 1208 wandelte der zuständige Osnabrücker Bischof das Stift in ein Benediktinerinnenkloster um. Dieses schloss sich 1467 der Bursfelder Union an und gehörte zu den führenden Klöstern dieser mittelalterlichen Reformbewegung.

In dieser Zeit entstanden auch das Langhaus und der Chor der Pfarrkirche St. Christina, deren Turm noch in die Zeit um 1200 zurückweist. Nach dem Dreißigjährigen Krieg wurden die mittelalterlichen Klostergebäude abgerissen und durch neue, bescheidene barocke Gebäude ersetzt, die heute dem Klosterhof sein Gepräge geben.

1803 wurde das Kloster aufgelöst und ein Teil der Gebäude abgerissen, sodass heute nur noch Teile des ehemaligen Kreuzganges erhalten sind. 1900 wurde die Pfarrkirche nach Plänen von Arnold Güldenpfennig  zu einer Basilika erweitert.

Sehenswert ist der jüngst restaurierte Klostergarten, der jetzt wieder einen Eindruck davon gibt, wie die Gartenstrukturen zu klösterlicher Zeit ausgesehen haben. Ebenfalls einen Besuch lohnt die Heimatstube in den alten Klostergebäuden, die einen Überblick über die Geschichte des Stiftes und Klosters gibt.

 

 

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Stadt Harsewinkel / Gemeinde Herzebrock-Clarholz