Das Prämonstratenserkloster Clarholz
1133 wurde
das Prämonstratenserkloster in Clarholz, zunächst als Doppelkloster mit einem
Frauenkonvent im nahe gelegenen Lette, als zweite Niederlassung des jungen
Ordens in Westfalen gegründet. Bereits ein Jahr später wurde die Stiftung durch
Kaiser Lothar III. und 1146 durch Papst Eugen III. bestätigt. Aus dieser Zeit
ist noch der mächtige Westriegel der alten Kloster- und heutigen Pfarrkirche
erhalten.
Im 14. Jahrhundert wurde die basilikale Klosterkirche zu einer gotischen
Hallenkirche umgewandelt, die bei dieser Gelegenheit einen Chor erhielt. Nahezu
unverändert ist die Kirche bis auf den heutigen Tag erhalten.
Von den Klostergebäuden sind die Häuser des Wirtschaftshofes, die
Zehntscheune und das
Konventshaus
südlich der Kirche erhalten geblieben. Herausragendes bauliches Zeugnis aus der
klösterlichen Zeit nach dem Dreißigjährigen Krieg ist die Propstei. Propst
Elbert von Kückelsheim ließ das langgestreckte, stattliche Gebäude mit dem
prachtvollen Treppenaufgang am Beginn des 18. Jahrhunderts errichten und
unterstrich damit das Selbstbewusstsein der adeligen Konventualen. Auf
Voranmeldung kann der Kapitelsaal besichtigt werden.
Vor wenigen Jahren wurde nicht nur der Ehrenhof vor dem Propsteigebäude neu
gestaltet, sondern die gesamten Gartenanlagen des Klosters Clarholz gründlich
restauriert. Sie ermöglichen es heute, die Gliederung der Gärten zu
klösterlicher Zeit nachzuvollziehen.